[ST:AW] Die erste Schlacht

Schneller als gedacht konnten wir es einrichten eine erste Schlacht mit der Grundbox von Star Trek Attack Wing auszutragen.

Nun gut, wenn man es genau nimmt waren es derer 4. Da ich die Grundregeln schon recht gut im Kopf hatte (ist halt wie X-Wing), oblag es mir, meinem gegenüber erstmal die Grundregeln beizubringen. Und auf Grund mangelnder X-Wing Erfahrung seinerseits musste ich bei null anfangen.

Wir haben dann zunächst 3 Runden gespielt, in denen wir immer neue Features in das bestehende Spiel integriert haben. Runde 1 war eine Galaxy gegen eine Vor’Cha nur mit Captain ausgerüstet. In Runde 2 haben wir dann Upgradekarten hinzugenommen um schließlich in Runde 3 noch Hindernisse und ein zweites geproxtes Schiff zur Schlacht beizutragen.

Das ging soweit auch alles recht gut von der Hand und die Regeln gingen meinem gegenüber schnell in Fleisch und Blut über.

Wir mussten sehr schnell feststellen, dass ein getarntes Schiff mit verbesserten Waffensystemen eine Hausnummer für sich ist. Hier ist Klärungsbedarf angebracht. 😉 Bei Attack Wing können sich einige Schiffe tarnen. Allen vorran natürlich Romulaner und Klingonen. Dadurch erhalten sie 4 zusätzliche Würfel zum Verteidigen. Eine normale Vor’Cha hat z.B. von Haus aus nur 1. Das macht in der Summe also 5. Soweit so gut. Im Normalfall enttarnt sich ein Schiff, sobald es anfängt zu schießen. Jedoch nicht so mit verbesserten Waffensystemen. Durch dieses kleine Upgrade bleibt die Tarnung bestehen, selbst wenn man schießt.

Kurzum bedeutet das, dass man ein Schiff mit 5 Defense und 5 Attack-Würfeln durch die Gegend fliegen hat. OMFG, wie man so schön sagt.

Ok, wieder zurück zum Thema.

Ich musste trotz gewisser taktischer Vorteile, wie rückwertiges Feuern meiner Galaxys, schnell feststellen, dass ein 5/5-Vor’Cha irgendwie nur sehr schwer kleinzukriegen ist und so kam es, dass mich eben besagte Vor’Cha regelrecht in der Luft zerfetzt hat.

Zeit das ganze mal richtig anzugehen. Den finalen Schlagabtausch lieferten sich schließlich 2 klingonische Vor’Chas gegen 2 romulanische Warbirds der D’deridex-Klasse (meine). Ich konnte mich zwar ebenfalls tarnen, aber da hörte dann der Vorteil auch schon auf.

Trotz gewisser Flugerfahrung meinerseits gelang es mir einfach nicht die Vor’Cha in meinen Feuerwinkel zu bekommen, sondern musste stattdessen feststellen, dass ein Warbird trotz Tarnung und 8 (!) Defense-Würfeln pulverisiert werden kann, wenn er immer schön von hinten getroffen wird. Und bevor hier kritische Stimmen lautwerden, es gibt bei Attack Wing so gut wie keine 180° Wendemanöver (Koiogran bei X-Wing, Come Around bei ST:AW). Und natürlich haben es genau die Klingonen…*gnarf* Ich konnte dafür ne 2 straight zurück fliegen. Auch eher ungewöhnlich, wenn man X-Wing gewohnt ist. Gebracht hat es mir trotzdem nichts…

Leider gibt es an dieser Stelle keinen komplett ausführlichen Spielbericht, weil es mir erstmal um die Spielbarkeit von Attack Wing ging. Und das Fazit kommt sofort, doch zuerst möchte ich euch ein paar Bilder der mehr oder weniger epischen Schlacht geben. Natürlich findet ihr alle Bilder auch in unserer Bildergallerie.

 

Hier nun also das Fazit:

Im Prinzip könnte ich es echt easy ausdrücken. Wer X-Wing mag und Star Trek liebt wird bei diesem Spiel voll auf seine Kosten kommen. Das bekannte X-Wingprinzip wird sehr sinnvoll umgesetzt und um einige nette Features wie z.B. Tarnung und Sensor Echo erweitert. Auch kann man sich sehr gut in die Lage einer Raumschlacht aus Star Trek versetzen. Anders als bei X-Wing werden Sekundärwaffen in der Regel „disabled“, was bedeutet, dass ich sie in der nächsten Runde wieder zur Verfügung habe. Ist auch logisch, denn schließlich hat ne Galaxyklasse mehr als 5 Torpedos an Bord. 😉

Die Schiffe sind von Grund auf deutlich träger, als man es von den schnellen Jägern aus X-Wing gewohnt ist. Die richtig harten Kurven sind z.B. oftmals erst ab Range 3 und dann meist direkt als rotes Manöver anzutreffen.

Eine genauere Einschätzung wie sich das Spiel mit mehreren Schiffen spielt wird sich aber erst ergeben, wenn weitere Schiffe eintreffen, die unterschiedlich sind. Trotzdem bleibt nach den ersten paar Runden in den Weiten des Star Trek Universums ein gutes Gefühl, was den Spielspaß und -fluss angeht. Ich bereue die Anschaffung definitiv nicht. Der einzige kleine Wehmutstropfen ist die mäßige Bemalung der Schiffe. Wizkids ist sich dessen aber durchaus bewusst und bringt neuere Schiffsmodelle in einer besseren Qualität heraus.

Und so bleibt es an mir dafür zu sorgen, dass die Schiffe gescheit aussehen. Aber seien wir mal ehrlich, ist doch kein Problem. Habt ihr wieder was schickes zum Angucken. 😉

Live long and prosper.

Der Simme

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.