[W40K] Kreuzfahrer gesucht

Hallo liebe Freunde des gepflegten Nahkampfgeplänkels.

Wie neulich bereits angekündigt ist es nun an der Zeit den ewigen Kreuzzug zu beginnen und somit ein Armeeprojekt über den vermutlich größten Space Marine Orden im Warhammer 40.000 Universum. Und auch gleichzeitig meine Einsteigerarmee. 😉

Die Black Templars

Aber wie das nun mal manchmal so ist, muss ich auch hier beim Anfang beginnen. (Achtung, Wall of Text) Ich hatte es im Teaser-Beitrag zu den Templars ja bereits erwähnt, dass ich mit den Templars meinen Einstieg nicht nur in 40k, sondern sogar auf diese Weise ins komplette Tabletop gefunden habe. Doch bevor ich erkläre, warum ich seinerzeit das Hobby mit genau diesen Jungs begann, muss ich ein wenig zur Hintergrundgeschichte der Black Templars erzählen. (Lore-affine Menschen können an dieser Stelle zum nächsten Absatz springen. 😛 )

In erster Linie sind die Black Templars Space Marines. Sie sind einer der Nachfolgeorden der Imperial Fists und sind in ihrem Glauben an den Gottimperator der Menschheit fast so unerschütterlich wie nur wenige Menschen innerhalb des Imperiums. Sogar die Ekklesiarchie (für Laien: die 40k-Kirche) scheint teilweise nicht so fanatisch zu sein. Ok, vielleicht übertreibe ich auch ein wenig, aber auf jeden Fall sind sie vorne mit dabei.

Um den Willen des Imperators voll und ganz zu entsprechen, haben die Black Templars, im Gegensatz zu nahezu sämtlichen Space Marine Orden, auf die Besetzung einer Garnisonswelt verzichtet und stattdessen haben sie eine gewaltige Flotte aufgestellt, von der aus sie ihre Kreuzzüge starten. Kreuzzüge starten? Ja genau. Das tun Templar nun mal seit den Kreuzzügen ins gelobte Land! Nur diesmal mimt mehr Waffen, coolen Schiffen und und und. Und natürlich nicht ins gelobte Land, sondern an Stellen der Galaxis, an denen sozusagen absolute Not am Mann ist.

Jeder Kreuzzug wird von einem Feldmarschall kommandiert, der wiederum das Kommando über sehr stark fluktuierende Truppenstärken verfügt. Ein Kreuzzug kann aus einer wenigen Anzahl von „deci“-Marines – mir fällt kein anderes Wort für 10 ein, irgendwas zwischen 10 und 99 halt – bis zu ein paar hundert Marines bestehen. Jeder Kreuzzug verfügt hierbei über seine eigenen Schiffe, Panzer, Ausrüstungen, etc. Vollkommen autark eben. Und der Kreuzzug geht solange, bis er entweder vernichtet oder siegreich beendet wurde. In letzterem Fall gibt’s halt direkt einen neuen Kreuzzug hinterher. Man gönnt sich ja sonst nichts…

Auf jeden Fall kennt nur der Großmarschall, sozusagen der Obertemplar, die genaue Anzahl von aktuelle laufenden Kreuzzügen und es gibt vorsichtige Schätzungen, die davon ausgehen, dass die Black Templars als einziger verbliebener Space Marine Orden neben den Chaos Legionen noch in Legionsstärke operiert. Gesetzt dem Fall, dass sich sämtliche Kreuzzugsflotten an einem Ort versammeln würden. Also 10.000 (Legion) zu 100-1.000 (Orden) Space Marines. Kleiner Unterschied.

Die Black Templars sind im Vergleich zu vielen anderen Space Marine Orden quasi absolute Nahkampfschweine. Wo sich ein normaler Space Marine (*hust* Ultramarine *hust*) auf seinen Bolter verlässt sind die Black Templars der Überzeugung, dass man nur im Nahkampf wahren Ruhm erfahren kann. Und hier komme ich ins Spiel. Denn das finde ich total cool und so versuche ich auch, meine Armee aufzubauen.

Man kann also sagen, ich habe mich im Vorfeld beim Start in das Hobby darüber informiert, was die Armeen so können und habe mich dann für die Templars entschieden. Deswegen und weil sie schwarz sind. Ok, sind wir ehrlich, eigentlich nur weil sie schwarz sind und ich als Metalhead da total drauf abgehe. Denn wenn wir ehrlich sind, haben die wenigsten beim Start eines Hobbies genug Ahnung von der Materie. Trotzdem finde ich den Hintergrund extrem geil und sehr stimmig und ich verfluche bis heute GW dafür, dass sie die Black Templars in den stink normalen 08/15 Space Marine Codex integriert haben, statt ihnen einen eigenen Codex zu lassen, wie es in der 4. und 5. Edition der Fall war.

 

Aber nun genug der vielen Wort, ich präsentiere nun voller Stolz meine Black Templars. Und den Anfang macht das, ohne das eine Armee nun einmal nicht auskommen kann. Eine Standardeinheit. Im Falle der Black Templars ist das eine Crusader Squad. Bei anderen Orden schimpft sich das Taktischer Trupp, aber das kann halt jeder. Wenigstens ein paar Eigenheiten haben sie den Templars gelassen!

Eine Crusadersquad besteht aus bis zu 10 normalen Space Marines und 10 „Azubis“. Ein großer Unterschied zu anderen Orden, die neue Rekruten in Scoutverbände stecken. Bei den Black Templars gibt’s keine Schonfrist und so werden neue Anwärter einem erfahrenen Krieger zugewiesen, der diesen dann so um die 50 Jahre oder so ausbildet, bis er eine Servorüstung erhalten darf. Zusätzlich darf einer der normalen Marines zu einem Veteran aufgewertet werden. Bei normalen Orden nennt sich das (Veteranen-)Sergeant, bei den Templars Sword Brother (Schwertbruder klang irgendwie cooler). Wir kommen also quasi auf eine Einheit von bis zu 20 Modellen, von denen im Gegensatz zu normalen Orden auch noch die eine oder andere Sonderwaffe mehr eingepackt werden darf.

Heute zeige ich euch jedoch keinen kompletten 20-Manntrupp, sondern nur einen 10er.

Diese Squad besteht aus 9 Initiates und 1 Sword Brother. Wie auf dem Bild zu erkennen ist die Squad nur teilweise fertig bemalt. Der einzige, der wirklich fertig ist, ist der Sword Brother. Die 5 bereits bemalten Initiates sind zwar schon „fertig“, aber die stammen noch aus meinen Anfängen. Und da ich meine Jungs jetzt ein wenig aufstocke, werden diese ein kleines Repaint erfahren. Denn im Hintergrund sieht man die 4 bisher nur grundierten Modelle, welche komplett bemalt werden, um meine 9+1 Initiates voll zu bekommen (ich hatte bisher nur die 5). Und damit alle auch so aussehen, als würden sie zu einer Einheit gehören, muss ein neuer Anstrich her.

Um euch besser zeigen zu können, wie sich ein paar Jahre Malerfahrung auf das Ergebnis auswirken können, habe ich, wie versprochen, einmal ein paar Bilder vor dem Repaint gemacht und werde entsprechend nach dem Repaint wieder ein paar Bilder machen, um die Unterschiede zu verdeutlichen. Keine Ahnung, ob das so gravierend sein wird, aber ich denke mit dem Sword Brother kann man schon ganz gut erkennen, in welche Richtung die Reise gehen wird.

In jedem Fall wird es eine abenteuerliche Reise, respektive Kreuzzug (muhahahaha), auf die ich euch gerne einladen möchte. Da die Kreuzzüge auch nicht binnen weniger Tage abgeschlossen wurden, wird es auch hier so sein, dass es aufgrund von Zeitmangel vielleicht etwas dauern kann, bis ich euch die ersten Ergebnisse zeigen kann. Aber ich werde mich beeilen. Erstmal stehen noch ein paar Köter eines Freundes auf dem Tisch (er kann leider krankheitsbedingt nicht mehr selber bemalen) und dann werde ich mich dem Kreuzzug wittmen.

Für mehr Bilder der Crusadersquad und anderen Projekten braucht ihr nur die Gallerie besuchen.

 

In diesem Sinne, stay tuned.

Der Simme

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.